Prof. Ortwin Michl, Hans Karl Kandel - Neue Arbeiten

Dauer:
25. April bis 6. Juni 2010
Eröffnung:
Sonntag, 25. April 2010 - 15:00 Uhr
Pressemitteilung:

Es spricht Prof. Dr. Karl Schawelka, Bauhaus-Universität Weimar
Music: Achim Goettert (Reeds), Jan Brill (Percussion)

Mit Prof. Ortwin Michl und Hans Karl Kandel sind zwei Absolventen der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg zur KunstMühle Mürsbach gekommen. Durch ihre verschiedenen Arbeitsweisen haben sie eine spannende und interessante Schau geschaffen. Ortwin Michl hat sich der Malerei verschrieben, während Hans Karl Kandel zeichnet und Skulpturen schafft. So gehen die puristischen Arbeiten Kandel’s einen wundervollen Dialog mit der Malerei Michl’s ein.

Die Malerei von Ortwin Michl entsteht zunächst und ganz wesentlich aus der Lust am Malen. Nicht so sehr das fertige Produkt, sondern die Weise der Bilderzeugung, des bildnerischen Denkens interessieren ihn. Das Malen hat für ihn einen privaten, sein Leben begleitenden Charakter.

Es geht ihm aber nicht um intime Niederschriften subjektiver Befindlichkeiten, auch wenn er über das gestisch-expressive Ausdrucksvokabular sowie informelle Mittel souverän verfügt, sondern um methodische Erkundungen, die er immer wieder neu umkreist. Die Eleganz und Leichtigkeit seiner Werke, die auch im Sinne von Matisse den sinnlichen Genuss und das Dekorative nicht desavouieren, verstellen den Blick auf die von ihm verfolgten Bildstrategien. Frei von Purismus betreibt er ein vielfältiges Sprachspiel, das mit unterschiedlichen Materialien und Codes operiert.

Die Skulpturen von Hans Karl Kandel sind kalkulierte Arbeiten von formaler Reduzierung. Alle Arbeiten sind aus weißem Hartgips gezogen. Ihre Formen entstehen durch gezirkeltes Drehen von Schablonen um einen Mittelpunkt. Das Weiß ihrer Oberfläche bringt als neutrale Qualität den Eigencharakter des Materials Hartgips zum Vorschein. Reduziertheit und Fragilität der Form werden durch das Weiß verstärkt, ihre sinnliche Wirkung spürbar.

Der Ring als Form größtmöglicher Einheit und Geschlossenheit wird zur Umschreibung eines Ortes als Definition von innen und außen.

Die Verdoppelung als gestalterisches Prinzip wird in unterschiedlichen Lesearten erkennbar: als zweiteilige Ganzheit, als Intensivierung der Aussage. Vergleichen von Ähnlichen wird zur Grundoperation der Wahrnehmung, zum dialektischen Sehen und Analysieren.

Beim Betrachten der offenen und geschlossenen Skulpturen stellen sich meditative Momente ein, Ruhe und Leichtigkeit sind körperlich spürbar.


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