Ten Years Later

Dauer:
29. April bis 3. Juni 2012
Eröffnung:
Sonntag, 29. April 2012 - 15:00 Uhr
Pressemitteilung:

Eröffnung:        Sonntag, 29. April 2012, 15.00 Uhr
                         Es spricht Frau Barbara Leicht, M. A., Kunstmuseum Erlangen
                
Dauer:              29. April – 3. Juni 2012
                         geöffnet jeden Sonn- und Feiertag von 14.00 – 18.00 Uhr
                         und nach Vereinbarung

Der Untertitel der Ausstellung „Ten years later“ gibt zunächst einmal Rätsel auf. In ungewohnter Schreibweise, nämlich „2012 – 2002“ datieren sie ihre schon ein Jahrzehnt währende künstlerische Affinität. Obwohl sich diese fünf Maler schon lange kennen, hatten sie erstmals 2002 in ihren Arbeiten verbindende Elemente entdeckt. Nun, nach 10 Jahren, in denen jeder Künstler sich weiter entwickelt hat, zeigt die Ausstellung mit neuesten Arbeiten einen aktualisierten Querschnitt durch das künstlerische Beziehungsgeflecht der fünf Positionen.

Ralf Siegemunds  Arbeiten bieten keine Narrationen oder auflösbare Systeme. Auch wenn den Betrachtern Symbole, Bild- oder Wortzitate zunächst vielleicht vertraut vorkommen, verändert sich -  aufgelöst in der Farbfläche - ihre ursprüngliche Aussage. Er überarbeitet seine Arbeiten immer wieder bis, wie er sagt " alles verschwunden ist, was nicht darauf gehört", bis sich Abstraktes und  Gegenständliches nicht mehr abstoßen sondern eine Einheit bilden. „Diese auf Einheit und Gleichgewicht angelegten Arbeiten suchen eine fortwährende Diskussion mit dem Betrachter", schrieb die  Kunsthistorikerin Martina Kubiak.

Wolf Sakowskis Arbeiten fordern ebenso eine geduldige und verständige Betrachtung, sie wollen „gelesen“ werden. In seiner neuen Werkreihe „Zitate“ zeigt er Wort/ Bildkombinationen, die auf der Grundlage klassischer bis volkstümlicher Literaturzitate entstehen. Vor einem dezent-malerischen Hintergrund haben die Bilder eine collagierte Anmutung. Auch die handgemalte Typographie soll den Eindruck des Ausgeschnittenen und Aufgeklebten machen. Es entsteht eine visuelle Poesie, die begriffliches  anschaubar macht. Dies ist aber nur als vager Anhaltspunkt zu verstehen, denn das Bildhafte abstrahierter Gegenständlichkeit in Verbindung mit Versatzstücken aus dem Repertoire nichtgegenständlicher Kunstrichtungen ist ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeiten.

Roger Libesch hat bei seiner Malerei das Bedürfnis, Geschichten zu erzählen. Fernsehen, Zeitungen, Werbung und Straße sind seine Informanten. Sie bilden den Urschlamm, aus dem sich seine Bildideen entwickeln. Getrieben eine Unmenge von Bildeindrücken in möglichst einem Bild unterzubringen, entwickelt er einen eigenen Malstil der extrem von überzeichneten Perspektiven und fokussierenden Blickwinkeln geprägt ist. „Ein um die Ecke malen wollen“. Ein dreidimensionales Sehen in der Fläche realisieren wollen, dabei den chaotisch, sich türmenden Blicksequenzen Ordnung, Kraft und Aussage zu geben. Dabei stößt man immer wieder auf Comic-Zitate und Comicartiges, die einen Hinweis darauf geben, dass diese Bilder nicht Gegenstand von Kontemplation sein, sondern mit einer gewissen Flüchtigkeit wahrgenommen werden wollen.

Joachim Kersten ist ein aufmerksamer Beobachter der Natur, doch das äußere Erscheinungsbild seiner Werke lässt davon nichts erahnen. Er vermeidet das Oberflächliche und erfasst die innere Beschaffenheit von Natur. Seine Bilder sind von einer überaus vitalen Farbigkeit. Farben laufen zusammen wie gesprenkeltes Licht, das durch Baumkronen fällt. Kreisförmige Gebilde lassen an Regentropfen oder Sonnenflecken denken. Das konstante Zusammenspiel von Licht und Schatten, Mikro- und Makrokosmos, ruft zugleich subatomare Strukturen und Galaxien hervor. Kontrast und Widerspruch schaffen emotionale Intensität. Enorme Wechsel im Format der Bilder, von mitreißenden, wandgroßen Leinwänden zu eher intimen Arbeiten halten die Aufmerksamkeit des Betrachters in Bewegung. Diese Bilder wollen ergangen und ersehen sein. Kersten teilt seine Zeit auf zwischen Fort Worth, Texas, und seiner Heimatstadt Nürnberg.

Thomas Egerers  materialhafte Malerei evoziert übernächtigte Stimmungen, in denen die Grenzen zwischen Privatem und Allgemeinkulturellem verschwimmen. Die großformatigen Tafelbilder zitieren Songtitel von Bo Diddley oder David Bowie, deren emotionalen Gehalt man sich „im Morgengrauen“ so zu Eigen macht, wie die eincollagierten Medienbilder, die zwischen Öffentlichem und Privatem oszillieren. Egerers Konzept besteht aus dem malerischen Versuch, Abstraktes mit monochromen und eventuell ornamentalen Elementen zu verbinden. Die immer wiederkehrenden ornamentalen Elemente, hauptsächlich das heraldische fleur-de-lis, erscheinen tiefer empfunden, als es ein Zitat normalerweise zulässt.


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